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Aufgrund eines flächendeckenden Ausfalls des Internets in Kigali letzte Woche, hier nun mit einer Woche Verspätung der Blogeintrag vom 29.07.:

 

Die ersten fünf Tage sind rum!

 

Am Freitag haben wir das Waisenhaus CPAJ besucht. Wie gewohnt wurden wir herzlich von den Kindern und den Leitern empfangen.

CPAJ ist ein Waisenhaus der presbyterianischen Kirche, das seit über 10 Jahren Straßenkinder und Waisen aufnimmt und sich um ihr Wohlergehen kümmert. Über 50 Kinder im Alter von 4 bis 17 Jahren finden dort eine Unterkunft und etwas zu Essen. Darüber hinaus finanziert die Kirche den Kindern die Schulgebühren und ermöglicht ihnen somit eine Schulausbildung.

Zur Begrüßung brachten wir Bananen vom nahegelegenen Markt mit. Nach der kurzen Stärkung waren wir fit, Basketball und Fußball mit den Kindern und Jugendlichen zu spielen. Das hat sowohl den Kindern, als auch uns viel Spaß gemacht. 

 

Am Samstag haben wir uns mit Pasteur Emmanuel Muhozi getroffen. Er ist unser Ansprechpartner bzgl. des Baus der Krankenstation im Ort Kiruhura. Letztes Jahr arbeitete Emmanuel noch als Pastor vor Ort. Seit 2 Monaten kümmert er sich in Kigali um ein Kooperationsprogramm muslimischer und christlicher Zusammenarbeit. Sein Nachfolger Gilbert Uwawe wird uns für eine Woche beherbergen. Emmanuel ist jedoch immer noch Hauptverantwortlicher für die Region und unterstützt den angehenden Pfarrer Gilbert in allen Aktivitäten.

Nach einem Jahr Emailkontakt zu Emmanuel war ein persönliches Treffen von großer Bedeutung. In einem 3-stündigen Gespräch wurde er auf den neuesten Stand aller aktuellen Entwicklungen bzgl. des Bauvorhabens gebracht. Sehr beeindruckt war er vor allem von den neuen Bauplänen, die wir dank der freundlichen Zusammenarbeit mit dem Ingenieurbüro Joanna Skatulla aus Georgsmarienhütte präsentieren konnten.

Unter anderem stehen in den nächsten Tagen, die wir in Kiruhura verbringen werden, ein Treffen mit den lokalen Politikern sowie die Besichtigung mehrerer Krankenstationen im Umland an.

Während des Treffens diskutierten wir wichtige organisatorische Aspekte wie die Buchführung, Rechnungsstellung und Akquise von Bauunternehmern. Erfreulicherweise konnte uns Emmanuel hier schon einige Kontakte nennen mit denen er schon in Verhandlungen steht.

Durch das hohe Engagement von Emmanuel ist es gelungen, durch das Einbeziehen von lokalen Arbeitern und Ressourcen, die Kosten der Produktion der Ziegelsteine um mehr als 50% zu senken. Dadurch können wir auch die Menschen vor Ort einbeziehen und mit und von ihnen lernen.

 

Nach diesem sehr ergiebigen Treffen wurden wir von Emmanuel eingeladen, mit ihm und seiner Frau die „Ruanda EXPO 2012“ zu besuchen. Diese Ausstellung aller lokalen Produzenten, verbunden mit kulturellem Programm gehört zu einem der Höhepunkte des Jahres in Kigali.

Mehrere tausend Menschen versammeln sich auf dem örtlichen Messegelände. Flanieren, tanzen, verhandeln – man merkt den Menschen an, sie sind stolz auf ihr Land. Typisch afrikanisch ist der mit lauter Musik hinterlegte Wettkampf der Aussteller um die Aufmerksamkeit der Besucher.

Beim traditionellen Bruchette (Ziegenfleischspieße mit Kartoffeln) war eine Unterhaltung nur durch Anschreien möglich.

Verlassen haben wir die Expo mit einigem Infomaterial und Angeboten von verschiedenen Produzenten von Dächern, Wasserfiltern und anderem Baumaterial.

 

Mit lauter Musik ging es gen Abend dann weiter. Unser guter Freund Albert, der Schwager von Pascal Bataringaya, Co-Trainer der ruandischen Basketball-Junioren-Nationalmannschaft, lud uns ein, ihn und die Mannschaft auf das finale Konzert des ruandischen „Superstars“ zu begleiten. Special Guest des Abends war Jason Derulo, der in einer knappen Stunde seine Welthits zum Besten gab. Hunderte Menschen tanzten und sangen zusammen, wir mitten drin.

 

Den gestrigen Sonntag nutzten wir, um die letzten Vorbereitungen für Kiruhura zu treffen. Uns erwartet ein Dorf, das nur mit Moto-Taxis oder Pick-ups zu erreichen ist. Vor Ort gibt es keinen Supermarkt oder sonst die Möglichkeit, einzukaufen. Die Menschen ernähren sich von dem, was sie auf den Feldern rund um ihre Häuser anbauen. Somit deckten wir uns noch mit Brot und Toilettenpapier ein.

 

Unser guter Freund Jean Paul, der von uns seine Ausbildung als Elektriker und Maler finanziert bekam, begleitet uns heute. Er wird uns helfen, die Dinge vor Ort zu besichtigen und später für uns die Installation der Elektrik in der Krankenstation zu übernehmen. Er ist unser Experte dafür und wir sind dankbar, ihn in unserem Team zu haben.

 

Wir freuen uns sehr auf das Dorf, darauf, die Menschen wieder zu sehen und unsere Pläne vor Ort abzugleichen. Besonders Hanna und Tabea freuen sich, die Menschen und das Dorf kennenzulernen. Uns begleiten Pastor Pascal und Emmanuel und Uzzier, der Bauingenieur der EPR. Sie werden uns helfen, unsere Ideen umzusetzen und die Pläne vor Ort zu verwirklichen. Wir werden das Gelände ausmessen und unsere Vorhaben mit den Einheimischen umzusetzen.

Indamutso,

euer L’appel- Team

5.8.12 18:00

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bisher 4 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Christina (6.8.12 20:01)
Ich finde es einfach großartig, was Ihr tut und mit welchem Engagement Ihr dabei seid. Hoffentlich klappt alles so, dass es eine wirklich nachhaltige Hilfe für die Menschen dort ist und Ihr spüren könnt, dass Ihr das Richtige tut. Drücke Euch die Daumen und denke an Euch. Christina


Ronny (7.8.12 18:26)
Macht Spaß zu lesen was ihr da unten leistet. Teilweise echt Gänsehautfeeling, wenn man den Blog ließt. Viel Erfolg und Spaß euch weiterhin!


(12.8.12 21:17)
hallo Zusammen,

ich hoffe der "hinkende Fraktion" geht es besser und ihr könnt an dem sehr anstrengedem Programm weiter so erfolgreich arbeiten. Sehr schön sind die Landschaftbeschreibungen und auch eure Erlebnisse mit den Menschen insbesondere der Kinder auf dem Land. Es ist sicherlich nicht immer einfach für euch diese Armut mitzuerleben. Aber eure Berichte spiegeln immer viel Wärme und Lebensfreude der Menschen dort wieder. Ich bin in Gedanken oft bei euch (insbesondere Jules und Mirka) und beneide euch auch ein bissserl um diese Erlebnisse. Ich wünsche euch noch eine schöne und erfolgreiche Zeit, alles liebe Ma.. Anne!


Jana (14.8.12 15:04)
Salut Boys and Girls,
habe mir auch grade alles durchgelesen, hab ja noch kein richtiges Internet zuhause, bin aber jetzt in der Uni und kann alles lesen!
Ist echt interessant was ihr schreibt, wer weiß, vllt. bin ich ja nächstes Jahr mal dabei :D
Passt auf euch auf, hier ist alles paletti, Sonne scheint sogar seit Tagen!!
Bisous, eure Jana.

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